Wie wir nach Haarlem fuhren und mit einem Schwein zurückkamen

17. Oktober 2011 // Dekoration

Wie ihr schon bei Anna im Blog lesen konntet, waren wir am Wochenende in Zandvoort an der Nordsee. Sonne, Strand, Meer, kein Stress. Ein kurzer Ausflug nach Haarlem war auch noch drin, ein wunderschönes Städtchen wie aus einem Bilderbuch über niederländische Städte (hier ein paar Impressionen). Uns ist natürlich eine Vielzahl an Antiquitätengeschäften positiv aufgefallen, wie man sie hier leider vergeblich sucht. Möbel und Dekoelemente aus den verschiedensten Epochen und den verschiedensten Preisklassen: wunderbare Tische, Stühle, Schränke, silberne Kleinigkeiten, Schalen aus Wurzelholz und noch einiges mehr gab es hier im Überfluss zu bewundern und zu kaufen. Irgendwann sagte ich zu Anna: "Diese schönen Sachen wären ein echter Grund für mich, ein Haus zu besitzen."

 

Wir haben unsere Wohnung vorerst behalten und uns für etwas anderes als einen Teakholz-Tisch oder antikes Silbergeschirr entschieden. Nämlich für ein Schwein. Ein Schwein aus grauem Ton. An diesem freundlichen Blick und dieser buddha-ähnlichen Ausstrahlung kamen wir einfach nicht vorbei (Buddha-Figuren in der Wohnung finde ich persönlich ziemlich peinlich, es sei denn, man ist tatsächlich praktizierender Buddhist). Spontan wurde es auf den Namen Hank getauft weil Anna meinte, Hank würde einfach gut passen. Hank ist übrigens ein echtes Sparschwein, er hat nämlich einen Münzeinwurf auf dem Rücken. Die finanzielle Not müsste aber schon sehr groß sein, damit wir ihn mit einem Hammer zerschmettern. Dafür schaut er einfach viel friedlich.


Deshalb steht Hank jetzt einfach auf unserem Esszimmer-Tisch und lächelt uns täglich an. Und wenn wir doch eines Tages mal ein Haus besitzen sollten, wird er uns mit Sicherheit begleiten und einen Ehrenplatz bekommen. Vielleicht über dem Kamin.

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